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Betriebliches Gesundheitsmanagement
bei einem Zeitarbeitsunternehmen.
Paradoxon oder Erfolgsfaktor?

Beim 8. Unternehmerfrühstück, der Steuerkanzlei Hösterey ging es am 7. März 2019 darum, wie Mitarbeiter gewonnen und gebunden werden können.
Jetzt sind Zeitarbeitsunternehmen nicht gerade für ihre mildtätigen Gaben an ihre Zeitarbeitnehmer bekannt und so hat es der Bereich der Arbeitnehmerüberlassung besonders schwer in konjunkturell guten Zeiten Mitarbeiter zu gewinnen. Bei der Dornseifer Personalmanagement GmbH aus Arnsberg klappt dies jedoch durch ein ganzes Maßnahmenbündel. Das Unternehmen mit 7 operativen Standorten 30 Verwaltungsmitarbeitern und 470 Zeitarbeitnehmern ist in verschiedenen Bereichen zerzifiziert (z.B. ISO 9001) und tarifgebunden.
Krankenzusatzversicherung, Gruppenunfallversicherung, Fitnesstage und E-Bike Zuschüsse und andere "corporate benefits" bieten andere Unternehmen oftmals auch, um Mitarbeiter zu binden - bei Zeitarbeitsunternehmen ist dies jedoch eher selten, so dass sich Dornseifer schon hierdurch einen Imagegewinn in der Branche verschafft.

Viele Zeitarbeitnehmer sind kompetent und motiviert, haben aber in ihrem Lebenslauf irgendeinen Mangel, der eine direkte Einstellung auf dem ersten Arbeitsmarkt verhindert. Zur Vermeidung einer kausalen Negativspirale ( Job weg, Geld weg, Partnerschafts- und Familienprobleme, Krankheit) ist eine umfassende, professionelle und schnelle Hilfe notwendig. Dennoch müssen die Probleme der Mitarbeiter im Unternehmen anonym bleiben. Dornseifer hat daher sein Kisenmanagement ausgegliedert und an die Diakonie Südwestfalen übertragen. Herr Schwarz und Frau Kölsch gewährleisten eine "all in" Betreuung (Medizin, Pflege, Recht, Erziehung, Psyche, Finanzen, Sucht, Soziales) durch gute Kontakte zu spezialisierten Kooperationspartnern. Mittlerweile werden von Siegen aus etwa 40 Unternehmen in ganz Deutschland betreut. 

Das Angebot an BGM- Maßnahmen und die Dienstleistung der Diakonie schlagen lt. Dornseifer mit ca. 4 Euro pro Mitarbeiter und Monat zu Buche. Auf der anderen Seite stehen jedoch eine Verringerung der Fehltage von 6,3 (2015) auf 4,5 (2018) und eine reduzierte Zahl von Arbeitsunfällen, so dass sich die Kosten des gesundheitlichen und sozialen Engagements mehr als kompensieren.

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