Dr. Jan Fritz Rettberg ist seit 2018 Chief Information / Innovation Officer in Dortmund. Am 07.10. 2019 skizzierte er den Status Quo und die Perspektiven einer bürgernahen Digitalisierung auch in der Kommunalvervaltung Dortmund. Sein Büro sorgt u.a. für die Vernetzung der verschiedenen Stellen, initiiert neue Projekte  und stellt eine gezielte Vernetzung sicher, so dass Synergien genutzt werden können. 

Die Koordination mit anderen Städten und mit der Wirtschaft stellt eine der größten Herausforderungen dar, die in der Allianz Smart City zu lösen sind.

In einem Geschäftsumfeld, in dem Daten als das neue "Rohöl" betrachtet werden, wird die Analyse und Auswertung dieser Daten immer wichtiger, um nicht nur ein segmentspezifisches Reporting oder Monitoring, sondern themenübergreifend durch Überwindung der Datensilos Mehrwerte für die Gesellschaft zu schaffen. Diese Mehrwerte bestehen zunehmend in der Vorhersage und Optimierung des Bürgerbedarfs.

Rettberg weist darauf hin, dass Kommunen anders ticken (sollten), als Wirtschaftsbetriebe. Es geht hier eben nicht um Gewinnmaximierung, sondern um die Maximierung der gesellschaftlichen Wohlfahrt. Er postulierte, dass auch die Oma, die um 22:00 Uhr vom Dortmunder Weihnachtsmarkt nach Huckarde fahren möchte, noch ein öffentliches Verkehrsmittel findet. 

Im Idealfall werden durch kommunale Maßnahmen gleich mehrere Bereiche wie z.B. Energie, Infrastruktur, Sicherheit und Mobilität  berührt und unterschiedliche Nutzen gestiftet. Ein viel zitiertes Beispiel in diesem Zusammenhang sind Laternen, die verschiedene Funktionen erfüllen können.

Dortmund ist in der Digitalisierung sicher schon heute ganz weit vorne, wie die bereits 2018 verliehene Ehrung zur digitalsten Stadt belegt. Es gibt jedoch noch eine Menge zu tun.

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