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Arbeitswelt 4.0 -Fachkräfte gewinnen und binden

Am 13.06.2019 luden das Netzwerk mittelstand-suedwestfalen.de und die Märkische Bank zum Business Talk mit Wolfgang Kirchhoff und Niklas Schwichtenberg ein. Nach der Anmoderation durch Herrn Hermann Backhaus (Vorsitzender des Vorstandes der Märkischen Bank Hagen) waren die ca 60 Teilnehmer gespannt auf den Talk zwischen Dr. Peschke und W. Kirchhoff.

Als Sprecher für den Automobilbereich der Kirchhoff Gruppe, die 52 Werke mit 13.000 Mitarbeitern weltweit (davon 2.500 in Deutschland) vereint, geht es Wolfgang Kirchhoff um den Wandel der Mobilität. Er begrüßt Trends wie die verstärkte Nutzung des ÖPNV oder E-Mobilität, gibt jedoch zu bedenken, dass diese Entwicklungen sich primär in urbanisierten Zentren anbieten, weil die Verfügbarkeit der Infrastruktur begrenzt ist. Als Beispiel nannte er eine LKW-Tour durch Bayern - hier sind die Reichweite der Akkuzelle und die Ladeverfügbarkeit heute einfach nicht gegeben. Wie viele andere Experten auch sieht Kirchhoff die Veränderung von Geschäftsmodellen und der Mensch-Maschine Schnittstellen als wesentliche Aspekte der Digitalisierung. Bei Kirchhoff gibt es aktuell rund 60 Projekte zur Digitalisierung von Geschäftsprozessen, so ist es beispielsweise leichter "Predictive Maintenance" KI basiert zu steuern, als alleine durch den Mitarbeiter.

Digitalisierung ermöglicht es gut ausgebildeten Fachkräften eine Transformation von Produktionsarbeitsplätzen in Servicearbeitsplätze einzuleiten. Die gewonnenen Annehmlichkeiten für diese - oft aus eigenen Reihen entwickelten Mitarbeiter - wie eine verbesserte Work life balance oder attraktive Vergütungssysteme führen allerdings zu einer Spreizung in der Gesellschaft. Die Schere zwischen Top Arbeitgebern mit Top Mitarbeitern und dem Rest der Welt wird größer. CSR (Corporate Social Responsibility) Maßnahmen können diese Schere oft nicht ausgleichen - denn der (schächere) Wettbewerb kann nur bis zu einem bestimmten Punkt durch die Champions mitgetragen werden.

Ein weiterer Aspekt, der bei der Arbeit 4.0 nicht vergessen werden darf sind die jungen Mitarbeiter selbst. Man würde nicht annehmen, dass es eine wirklich hohe Fluktuation bei Unternehmen wie Google oder Facebook gibt. Viele junge Leistungsträger der Gen Y machen sogenannte "Sprints" - sie arbeiten z.B. 1/2 Jahr sehr intensiv, um sich danach für eine Zeit wieder zu entspannen.

Weitere Trends, die nicht vollkommen neu sind, aber durch die Digitalisierung begünstigt werden sind:

  • funktionsübergreifendes Arbeiten
  • wachsende Bedeutung der Unternehmenskultur
  • kooperativer Führungsstil
  • flache Hierarchien
  • Vereinbarkeit von Familie und Arbeit
  • Grundprinzip des Mittelstandes:

    Mittelständler müssen sich ständig neu erfinden.

    Das bedeutet, dass laufende Veränderungsprozesse notwendig sindum erfolgreich zu überleben.


    Im zweiten Teil des Talks hatte Niklas Schwichtenberg die Gelegenheit sein Startup mit aktuell 10 Mitarbeitern vorzustellen. Nachdem er in einem ersten Anlauf Investorengelder gesammelt hatte um eine "all in one" Lösung zur Unternehmenskommunikation aufzubauen, zog er die Reißleine und stoppte sein ehrgeiziges Projekt. Er hatte erkannt, dass die Unternehmen eine spezialisierte Feedback Lösung benötigen, weil eine kurzfristie Rückkoplung  sonst nicht ausreichend stattfindet. Seine Lösung eignet sich als App oder als Browser Lösung zur Verbesserung der Feedbackkultur, weil die Feedbackschleifen hierarchie- und abteilungsübergreifend verlaufen.  -> mehrfeedback.com

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